6. Jahrgang. 2017

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Herausgeber Roland Keller

 

BLN-EXKLUSIV!

BBC Enthüllt:

USA und Verbündete vereinbarten Abzugsdeal mit

IS Kämpfer planen nun Missionen in Europa

Enthüllt: USA und Verbündete vereinbarten Abzugsdeal mit IS -

Kämpfer planen nun Missionen in Europa 

 

von Ali Özkök

 

Der britische Fernsehsender BBC deckte in einem ausführlichen Investigativ-Bericht auf, dass die von USA unterstützten "Demokratischen Kräfte Syriens" (SDF)

der Terrormiliz IS eine sichere Evakuierung aus deren selbsternannter Hauptstadt Rakka in Nordsyrien gewährt hatten. Die BBC führte Exklusiv-Interviews mit Bus- und LKW-Fahrern,

die nach eigenen Aussagen die IS-Terroristen samt ihren Familien aus Rakka nach Ostsyrien in die Nähe der irakischen Grenze brachten.

Der Fernsehsender verwies in diesem Zusammenhang auf exklusives Bild- und Videomaterial, das den Konvoi abbildet, der sich mit bewaffneten Kämpfern füllte.   

 

Der Politikwissenschaftler der Nahost-Stiftung in Ankara, Ömer Özkizilcik, erklärte im Gespräch mit RT Deutsch, dass die strukturelle Bewahrung

von IS-Elementen in das geostrategische Kalkül der USA und deren syrischer Verbündeten passt. Er kommentierte:

 

Neben anderen Akteuren spielten die USA die entscheidende Rolle beim Entstehen des IS. Als die USA im Irak intervenierten, gab es in dem Raum im Grunde keine Dschihadisten.

Später kam die gefährlichste Terrororganisation der Welt aus dem Irak, nur wenige Jahre, nachdem die USA im Irak einmarschiert waren. Auch in Afghanistan begünstigten die USA die Ausbreitung von Al-Kaida.

 

IS-Terroristen frei zur Heimkehr nach Europa

 

Der Politikwissenschaftler mit einen Fokus auf dem Syrien-Konflikt fürchtet um die möglichen Konsequenzen der Massenevakuierung von Terroristen.

RT Deutsch teilte er mit:

 

Schleuser haben Hochkonjunktur und bringen die IS-Mitglieder auch zurück nach Europa, insbesondere nach Deutschland und Frankreich.

Mit der Evakuierungsinitiative haben die USA faktisch den Terrorismus in Syrien in die gesamte Welt exportiert und eine neue Welle von Terroranschlägen ist nicht auszuschließen.

Man könnte sogar von der Mobilisierung des Terrorismus sprechen. Sollten die IS-Mitglieder wieder in Europa Anschläge verüben, werden die Medien wie gewohnt nicht die USA oder die YPG dafür zur Rechenschaft ziehen, sondern den Islam und die Muslime.

 

Einer der LKW-Fahrer in der Dokumentation erzählte der BBC, dass die SDF ihm gegen Geld angeordnet hätten, einen Konvoi zu leiten.

Er sollte Familien, die durch Kämpfe aus der Stadt Tabkah vertrieben wurden, in ein Lager weiter nördlich bringen. Der Arbeitsauftrag sollte sechs Stunden dauern.

Der Fahrer, der sich unter dem Namen Abu Fawzi vorstellte, erzählte, dass SDF-Milizen den Fahrern Tausende von US-Dollar als Entlohnung versprachen.

Sie forderten im Gegenzug jedoch, dass die Operation unter allen Umständen geheimgehalten werden müsse.

 

Später fanden Abu Fawzi und andere Fahrer heraus, dass die Fahrt ganze drei Tage dauert. Ihre Aufgabe war es, nicht vertriebene Zivilisten zu transportieren,  sondern auch Terroristen, die ihre Waffen aus der Trümmerstadt Rakka mitnahmen.

 

Wir hatten Angst, als wir Rakka betraten. Wir sollten eigentlich mit der SDF rein, aber wir gingen alleine. Als wir drinnen waren, sahen wir IS-Kämpfer mit ihren Waffen und Selbstmordgürteln.

Sie haben unsere LKWs mit Sprengfallen versehen. Wenn etwas schiefgehen würde, würden sie den ganzen Konvoi sprengen. Sogar ihre Kinder und Frauen hatten Selbstmordgürtel an", sagte Abu Fawzi.

 

Ein anderer Fahrer gab an, dass der Konvoi aus fast 50 Lastkraftwagen und 13 Bussen sowie mehr als 100 Fahrzeugen des "Islamischen Staates" bestand. Allein zehn Lastwagen wurden mit Waffen und Munition beladen.

Dem britischen Sender sagte ein weiterer LKW-Fahrer:

Rund 4.000 Menschen, darunter Frauen und Kinder, haben wir mitgenommen – mit unseren und ihren Fahrzeugen zusammen. Als wir in Rakka ankamen, dachten wir, es gäbe insgesamt 200 Leute zum Einsammeln. Allein in meinem Fahrzeug nahm ich aber 112 Leute mit.

 

SDF wollten keine Medien im Umfeld der Rakka-Kampagne 

Die US-unterstützten "Demokratischen Kräfte" erlaubten keine Anwesenheit ausländischer Medien während der Kämpfe in Rakka. Das vereinfachte den Plan, die Evakuierung von IS-Terroristen im Geheimen zu arrangieren.

 

BBC erhielt jedoch Zugang zu heimlich aufgezeichnetem Filmmaterial, das beweist, wie bewaffnete Männer in LKWs geladen wurden. 

 

Die von den USA angeführte Koalition und lokale Beamte hatten vor Bekanntwerden der Aufnahmen zwar bestätigt, dass ein Abkommen mit der Terrorgruppe geschlossen wurde,

um syrischen Kämpfern die Evakuierung aus Rakka zu ermöglichen. Ausländische Dschihadisten seien jedoch, so hieß es allenthalben, strikt von der Evakuierungsvereinbarung ausgeschlossen.

Auch sollten die Dschihadisten zuvor entwaffnet werden.

 

Stattdessen nahmen die IS-Terroristen, die für ihre Selbstmordanschläge bekannt sind, mehrere Tonnen an Kriegsgerät mit.

Der US-Sonderbeauftragte der Anti-IS-Koalition, Brett McGurk, hatte zuvor beteuert, dass ausländische Dschihadisten bei der Einnahme von Rakka sterben würden.

Militärisch gesehen haben die USA mit ihren kurdischen YPG-Verbündeten am Boden eine schwache Leistung gezeigt. Die Stadt wurde innerhalb von vier Monaten 4.108 Mal aus der Luft bombardiert.

Die USA mussten massive militärische Unterstützung und Spezialeinheiten beisteuern. Am Ende waren die SDF aber darauf angewiesen, einen Deal mit dem IS schließen, da die Operation ins Stocken geraten war“,  kommentierte Ömer Özkizilcik die Beweggründe, ein Abkommen mit der Terrororganisation zu schließen.

 

Ein Pressesprecher der "Demokratischen Kräfte Syriens" behauptete im Oktober, dass eine Gruppe syrischer Kämpfer über Nacht aus Rakka evakuiert wurde.

Sie hätten Zivilisten als menschliche Schutzschilde mitgenommen. Die SDF betonte jedoch, dass ausländische Dschihadisten nicht darunter wären.

 

Terroristen sollen Fahrer bedroht haben 

 

Während ein westlicher Offizier laut BBC bei den Verhandlungen anwesend war, nahm dieser nicht "aktiv" an den Gesprächen teil, beanstandet der US-Pressesprecher

der Mission "Inherent Resolve" der Anti-IS-Koalition, Oberst Ryan Dillon. Seiner Meinung nach hätten nur vier ausländische Kämpfer versucht, im Konvoi der syrischen IS-Islamisten aus Rakka zu fliehen.

Diese wurden angeblich von den SDF festgenommen.

Der BBC berichtete, dass sich unter den Dschihadisten, die Rakka verließen, Staatsbürger aus Frankreich,

Ägypten, Aserbaidschan, der Türkei, Pakistan, Jemen, China, Tunesien und einigen anderen Ländern befanden.

 

Abu Fawzi äußerte, dass er und andere Fahrer während der gesamten Strecke von den IS-Terroristen bedroht wurden.

"Sie waren trotzig und kümmerten sich nicht um Abmachungen. Sie beschuldigten uns, sie aus Rakka rausgeschmissen zu haben", bemerkte er weiter.

 

Während der Evakuierung habe eine ausländische IS-Kämpferin Abu Fawzi mit einem Sturmgewehr vom Typ AK-47 bedroht, berichtet die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt Großbritanniens.

Die IS-Kämpfer hat man mutmaßlich in ein Gebiet zwischen den Siedlungen Markadah und al-Suwar nach Ostsyrien gebracht.

Die Ortschaft al-Suwar liegt in der ölreichen Provinz Deir ez-Zor, wo die von Russland und Iran unterstützte syrische Armee gegen den IS kämpft.

 

In den letzten Wochen hatten wir viele Familien, die Rakka verlassen haben und in die Türkei wollten. Allein in dieser Woche habe ich persönlich den Schmuggel von 20 Familien betreut“,

sagte Imad, ein Schmuggler an der türkisch-syrischen Grenze. "Die meisten waren Ausländer, aber es gab auch Syrer." Der Schmuggler lässt sich für den Grenzübergang pro Person rund 600 US-Dollar zahlen, gab er an.

 

Auf Nachfrage von BBC sagte Imad, dass sich unter den Fliehenden auch "Franzosen, Europäer, Tschetschenen und Usbeken" befunden hätten.

Er erläuterte:

Die einen sprachen Französisch, die anderen Englisch, die anderen in einer anderen Fremdsprache.

 

Führungskader des IS nutzen eigene Netzwerke 

 

BBC schrieb unter Berufung auf einen anderen Menschenschmuggler, der sich als Walid identifizierte, dass die IS-Führung, die aus Rakka flüchtete, zu solchen Zwecken eigene Netzwerke unterhält.

Die hochrangigen Ausländer haben ihre eigenen Netze von Schmugglern. Normalerweise sind es dieselben Leute, die ihnen den Zugang nach Syrien organisiert haben. Sie stimmen sich aufeinander ab“,

erwähnte Walid. Zu den hochrangigen IS-Anführern, die aus der Rakka flüchteten, gehörte der Geheimdienst-Chef des "Islamischen Staates", Abu Musab Huthaifa.

Der gefürchtete Kommandeur konnte außerhalb der Stadt allerdings doch noch abgefangen werden.

 

"Wir haben einen Schmuggler angeheuert, der uns aus den SDF-kontrollierten Gebieten navigieren sollte", sagte Abu Musab, der jetzt in einem Gefängnis im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien einsitzt.

Der Grund für seine Gefangennahme war nicht das Resultat eines Engagements der SDF-Truppen. Vielmehr hatte der angeheuerte Menschenschmuggler die IS-Gruppe auf "halbem Weg" verlassen.

 

Die IS-Kämpfer hat man mutmaßlich in ein Gebiet zwischen den Siedlungen Markadah und al-Suwar nach Ostsyrien gebracht.

Die Ortschaft al-Suwar liegt in der ölreichen Provinz Deir ez-Zor, wo die von Russland und Iran unterstützte syrische Armee gegen den IS kämpft.

In den letzten Wochen hatten wir viele Familien, die Rakka verlassen haben und in die Türkei wollten. Allein in dieser Woche habe ich persönlich den

Schmuggel von 20 Familien betreut", sagte Imad, ein Schmuggler an der türkisch-syrischen Grenze. "Die meisten waren Ausländer, aber es gab auch Syrer.“

Der Schmuggler lässt sich für den Grenzübergang pro Person rund 600 US-Dollar zahlen, gab er an.

Auf Nachfrage von BBC sagte Imad, dass sich unter den Fliehenden auch "Franzosen, Europäer, Tschetschenen und Usbeken" befunden hätten. Er erläuterte:

 

Die einen sprachen Französisch, die anderen Englisch, die anderen in einer anderen Fremdsprache.

 

Führungskader des IS nutzen eigene Netzwerke 

 

BBC schrieb unter Berufung auf einen anderen Menschenschmuggler, der sich als Walid identifizierte, dass die IS-Führung, die aus Rakka flüchtete, zu solchen Zwecken eigene Netzwerke unterhält.

Die hochrangigen Ausländer haben ihre eigenen Netze von Schmugglern. Normalerweise sind es dieselben Leute, die ihnen den Zugang nach Syrien organisiert haben.

Sie stimmen sich aufeinander ab", erwähnte Walid. Zu den hochrangigen IS-Anführern, die aus der Rakka flüchteten, gehörte der Geheimdienst-Chef des "Islamischen Staates“,

Abu Musab Huthaifa. Der gefürchtete Kommandeur konnte außerhalb der Stadt allerdings doch noch abgefangen werden.

 

"Wir haben einen Schmuggler angeheuert, der uns aus den SDF-kontrollierten Gebieten navigieren sollte", sagte Abu Musab, der jetzt in einem

Gefängnis im Grenzgebiet zwischen der Türkei und Syrien einsitzt. Der Grund für seine Gefangennahme war nicht das Resultat eines Engagements der SDF-Truppen.

Vielmehr hatte der angeheuerte Menschenschmuggler die IS-Gruppe auf "halbem Weg" verlassen.

Quelle: RT/BLN

Editorial 

Roland Keller / Herausgeber

 

 

 

 

 

Gedanken zur Ausschaffung 

 

Aufmerksam hört der Bürger diverse Talkshows zum Thema Ausschaffung.

Dabei fällt regelmässig etwas auf:

 

Niemand redet vom wichtigen Aspekt der Möglichkeiten und Fähigkeiten der Schweiz, das  heisst den legalen, demographischen, psychologischen und ökonomischen Kapazitätsgrenzen, welche die Grundlagen der Hilfsfähigkeit dieses ungemein gastfreundlichen Landes darstellen.  

Oder mit anderen Worten, die Hilfsfähigkeit  bestimmt die Aufnahmefähigkeit der Schweiz. 

Ein zusätzlicher Aspekt: Die Schweiz ist nicht Kriegsteilnehmer in Nahen Osten,  wie z.B. indirekt Deutschland, Israel, Saudiarabien, Iran oder direkt die USA, Grossbritannien, Frankreich, Russland.  

 

    - Wer  sich direkt oder indirekt  in einen Krieg einlässt - muss sich auch um die Opfer kümmern.

    - Die Schweiz tut dies bereits in grossem Ausmasse, trotz ihrer Nichtbeteiligung an der Vergewaltigung des Nahen Ostens.

    - Wir haben weder Armeen, noch Privat-Armeen (Söldnertruppen) im Nahen Osten und in Afrika stationiert.

    - Sicher müssen wir helfen - aber dies tun wir bereits an Orten des Geschehens.

 

Paragraphen zu bemühen sind Ausreden oder doch von Ausdruck legalem Minimalismus. Fähigkeiten eines Landes zu helfen, beschränken sich nicht auf Gesetze, haben auch nur sehr entfernt etwas  mit der EU-Freizügigkeit  zu tun.  

 

Es geht um die vorstehend aufgeführten Kapazitäten  unseres Landes! Und zwar im Interesse sowohl der Hilfesuchenden, wie auch der Hilfeleistenden.

Werden die Letzteren überfordert oder geschwächt, verlieren auch die Ersteren. Und Hilfe vor Ort, also bereits in den Herkunftsländern der Hilfesuchenden, beinhaltet auch energische Massnahmen gegen

 

    a.) die Zerstörung von deren Lebensraum und

 

    b.) gegen irreführende Willkommens-Werbung.

 

Dies spricht leider kein Politiker an.

Etwa wegen Interessenbindungen?

-    Puigdemont: der Schachzug  

„Wir heben nicht die Autonomie Kataloniens auf, sondern stellen nur die verfassungsrechtliche Ordnung wieder her.“ (Zitat des spanischen Ministerpräsidenten Rajoy)

Das trifft natürlich zu, sieht man vom Umstand ab, dass es sich um mindestens 2.5 Millionen menschliche Wesen handelt, denen der „Artikel 155“ der spanischen Verfassung egal ist. Ministerpräsident Mariano Rajoy, dieser graue Verwalter, samt dem König der Spanier, Felippe II., haben das gar nie in Betracht gezogen: Sie handeln ohne politisches Gefühl gegen eine grosse und äusserst brisante Minorität von Katalanen in Spanien, Frankreich und ebenso gegen die im Moment ruhiggestellten Basken und Galizier. Alles erinnert an 1936.

Das sich auf „Ordnung und Verfassung“ Berufen mag formaljuristisch richtig sein. Aber in Katalonien geht es um Menschen, die nicht mehr nur der zahlende Teil Spaniens sein wollen, sondern mehr Autonomie wünschen! „Die notwendigen Mittel zu ergreifen“, um eine autonome Region zur Erfüllung ihrer rechtlichen Pflichten zu zwingen, wie dies Ministerpräsident Mariano Rajoy sagte, ist falsch. Zwingen geht gar nicht.  Samstagmorgen, 28.10.2017: Mariano Rajoy hatte offiziell die Amtsgeschäfte des abgesetzten katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont übernommen.

Vizepräsidentin Soraya Sáenz de Santamaría wurde mit der Übernahme der Verantwortung für die täglichen Amtsgeschäfte betraut. 150 Mitarbeiter der Regierung wurden entlassen, ebenso die beiden Chefs der katalanischen Polizeieinheit Mossos d‘Esquadra, Pere Soler und Josep Luís Trapero.

Derweil verreiste, oder besser, brachte sich Präsident Carles Puigdemont nach Brüssel in Sicherheit.

 

Die spanische Regierung erliess einen europäischen Haftbefehl gegen den abgesetzten katalanischen Präsidenten. Seine Bitte, per Videokonferenz aussagen zu dürfen, wurde abgelehnt. Puigdemont zog sein Ass aus dem Ärmel: Er stellte sich am Sonntag, dem 5. November, samt vier seiner Minister, die ihm nach Belgien gefolgt waren, freiwillig der belgischen Polizei!

 

Damit nahm er der spanischen Regierung und dem König die Waffe aus der Hand. Carles Puigdemont steht zu dem, was er tut. Selten bei Politikern.

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