6. Jahrgang. 2017

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Herausgeber Roland Keller

Roland Keller

Herausgeber BLN

 

 

 

 

Nordkorea:

Kim Yong-un – wer hatte ihm die Bomben gebaut? 

 

Der Sprecher des chinesischen Aussenministeriums, Geng Shuang, zur Frage einer chinesischen Intervention gegen Nordkorea:

„Das ist eine hypothetische Frage, und es ist schwierig, sie zu beantworten. Allerdings haben wir auch früher mehrmals gesagt, dass eine Gewaltlösung keine Alternative ist, die China bei der Regelung der Lage auf der koreanischen Halbinsel anwendet“, sagte Geng zur Frage der Journalisten, ob eine Intervention der chinesischen Volksbefreiungsarmee im Falle einer übermässigen Eskalation des Konflikts möglich wäre.

 

Ein Witz, wäre es nicht so ernst. Selbstverständlich wird die VR China Nordkorea nicht angreifen. Sie hatte bisher das Regime unterstützt und wird es auch in Zukunft tun.  

Im Grunde bildet die Kim-Erbdiktatur so etwas wie eine chinesische Reservearmee: 1 Million Soldaten unter Waffen, Reservisten 4-6 Millionen.

Zudem: Was nutzt China ein unterentwickeltes, aber hochgerüstetes Nordkorea? Ein kleines Land ist gut zu kontrollieren – man kann spekulieren, ob es sich um ein riesiges Diktatur- und Menschen-Versuchsfeld handelt.

 

Ein Thema, welches immer wieder ausgeblendet wird: Wer war an den Atomwaffen und den Trägersystemen beteiligt? Wer hatte Kim Yong-un, die Trumpfkarte A-Bomben in die Hände gelegt?

Russland, der Iran, China, oder Pakistan?

Oder gar Saudi-Arabien, welches, wie es durchsickerte, ebenfalls über eine begrenzte Atomstreitmacht verfügt?

 

Nach der Niederlage der Japaner am 14.08.1945 (Erklärung des Tenno), wurde Korea im Dezember 1945 an der Konferenz von Moskau eine Treuhandschaft durch die Sowjetunion, die US, die Volksrepublik China ( noch unter Chiang Kai-shek ) und Grossbritannien auferlegt.

De facto wurde Korea zwischen den USA und der Sowjetunion aufgeteilt. Erst nach der Ausrufung der Volksrepublik China durch Mao Tse Dong gelangte China mit Hilfe von Stalin an die A-Bombe. Über eine Weitergabe von Kernwaffentechnologie durch China an Nordkorea ist nichts bekannt. 1985 trat Nordkorea auf Druck der Sowjetunion dem Atomwaffensperrvertrag bei. Allerdings hatte Kims Grossvater Il-sung in Yongbyon mit sowjetischer Hilfe sein erstes Kernforschungslabor erbaut.

Der pakistanische Atomphysiker Abdul Kadir Khan gab 2004 zu, Atompläne an Nordkorea geliefert zu haben.

 

Das plötzliche Auftauchen eines bedrohlichen Arsenals an Trägerwaffen wirft Fragen auf. Es wurde auch erst unter Kim Jong-un zu seiner heutigen Bedeutung gebracht.

 

Nordkorea will nicht von den USA überfallen werden! 

 

Atomwaffen sind sicherlich keine Lösung, aber sie werden Nordkorea davor bewahren, von den USA und ihren West-Alliierten überfallen zu werden. Wie erging es Libyen, Irak, dem Jemen, Afghanistan, oder Vietnam?

Man könnte leicht noch weitere Länder hinzufügen.

Sie alle hatten keine Chance gegen die Hegemonialmacht USA. Sie verfügten alle über keine Atomwaffen und sind nun Müllhaufen der Waffenindustrie und der Machtinteressen des Westens.

Und eben zu diesem Westen zählt leider auch das Teil-NATO-Mitglied Schweiz.

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