SVMMARVM- Kommentare, Analysen und Berichte 2022

Ringier-Staatspropaganda: 

Auf Ringier-Staatspropaganda folgt Arena-Bundesrats-Show

TV-Dompteur Brotz täuschte gegenüber den Polit-Chefs Schärfe vor, wo keine Schärfe zu finden war. Weitere Nullnummer aus Bern.


8.1.2022 Klaus Stöhlker


Seit Ringier-CEO Marc Walder den Missbrauch seiner „Blick“-Leserinnen und Leser nicht mehr leugnen kann, ist in Bern die Unsicherheit der „Classe polititique“ überproportional angestiegen.

Meistbetroffener ist Bundesrat Alain Berset. 

Seine Auftritte als urbaner städtischer Snob hat er seit seiner jüngsten Frauenaffäre abgelegt.


Als Gesundheitsminister, der sich leichtfertig in den Medien nach vorn gedrängt hat, wirkt er immer schwächer. Dem Druck der Wirtschaft nach mehr Öffnung gibt er zögerlich nach.

Wer sich vor einigen Monaten noch für die Offenhaltung der Bordelle einsetzte, muss nun auch für den Rest der Wirtschaft nachziehen. Die Kantone haben sich dem Druck aus Bern im Kampf gegen Covid weitgehend entzogen.

Das Ergebnis: Jeder macht, was er will. Aus einem mittleren Chaos ist ein grosses geworden. Ab Montag werden auch Kinder geimpft, was während der letzten zwei Jahre als nicht notwendig betrachtet wurde.

Auch ich weiss nicht, ob ich die Impfung meiner Enkelin empfehlen soll. Die Langzeitstudien der Impfwirkung fehlen immer noch.

In dieser dramatischen Situation hat Sandro Brotz die sechs Präsidenten der grössten Schweizer Parteien am Freitag in die „Arena“ gerufen, um dem Volk die notwendige Sicherheit zu vermitteln, dass die Schweiz noch eine politische Führung hat.

Das Ergebnis 1: Die politische Führung des Landes ist ungenügend im Kampf gegen Covid. Das Geld der Steuerzahler wird mit 100 Millionen-Franken-Kampagnen aus dem Fenster geworfen.

Berset bewährt sich damit zumindest als Kunst- und Kulturförderer, denn die Gratiskonzerte für das Volk brachten dem Veranstalter und den Künstlern geheim gehaltene, aber sicher nicht geringe Gewinne.

Das Ergebnis 2: In der EU-Frage gibt es bis zur Stunde auch keine politische Führung. Ein Plan B steht erst vor der Entwicklung.

Der Bundesrat hat Angst vor einem neuen Volks-Nein, wenn es zu einer weiteren EU-Abstimmung kommt. Das würde den Spielraum der Schweizer Unternehmen und der grossen Universitäten enorm verringern. Über die Folgen wagt niemand nachzudenken.

Das Ergebnis 3: Wenn die Grünen und Grünliberalen mit heute 22% aller Stimmen und 2023 vielleicht mit 30% der Stimmen vom Volk in die Räte gewählt werden, ist dort ein Wechsel in dessen Zusammensetzung angesagt.

Gefährdet ist vor allem der zweite Bundesratssitz des Freisinns. Es gibt auch auf diesem Gebiet keine politische Führung. Nicht einmal Thierry Burkart, der neu gewählte FDP-Präsident, wagt ein starkes Votum zum Vorteil seiner eigenen Partei. Er bleibt, wie die anderen Präsidenten auch, in Deckung.

Ich war neugierig, wie der ehrgeizige Aargauer im Kreis seiner Chefkollegen auftritt. Er blieb, was die FDP meist bietet, ein Anwalt, ganz ohne staatsmännische Wirkung wie Mitte-Pfister, bei weitem nicht so elegant-trügerisch wie seine Kollegen lateinischer Herkunft.

Chiesa macht zu oft den Eindruck, er habe die Fragen nicht verstanden und gibt dann eine Antwort, die noch unverständlicher bleibt.

Das ist noch kunstvoller als es die „Fake news“ Trumpscher Prägung sind.


Nur die Grünen (Balthasar Glättli) und Grünliberalen (Jürg Grossen) melden ihre Ansprüche energisch an. Die SVP (Marco Chiesa) fühlt sich mit zwei Bundesräten auf der sicheren Seite. Gerhard Pfister (Die Mitte) schwimmt; das ist normal.


Einzig überraschend die nahezu staatsmännische Haltung vom Frédéric Wermuth (SP). Er lobt alle und widerspricht kaum. Das ist die beste Voraussetzung für eine kommende Bundesratskandidatur.

Arena-Moderator Sandro Brotz gab allen Anschein auf, er wolle Bundespräsident Ignazio Cassis und den sechs Zwergen wirklich harte und wiederholte Fragen stellen. Er moderierte freundlich, täuschte Schärfe in den Fragen vor, wo keine Schärfe zu finden war.


Der Fernseh-Mann spielte einfach den Ball zwischen seinen Stargästen hin und her. Diese rannten ihm freundlich nach, schnappten ihn, machten Männchen und gaben ihn weiter.

Das war keine Arena, das war ein wenig elegantes politisches Ballett. Vielleicht auch nur ein Schönheitswettbewerb, wo Mitte-Präsident Gerhard Pfister als älteres Model fast aus dem Rahmen fiel.

Alle suchen das richtige Gleichgewicht. Zwischen dem Kampf gegen die Seuche und den Forderungen von Wissenschaft und Wirtschaft.

In der Zusammenarbeit zwischen der Schweiz mit den Forderungen der EU.

In der Zusammensetzung des kommenden Bundesrats angesichts der Mindervertretung der Grünen und Grünliberalen.

Ignazio Cassis, einem Charlie Chaplin im Auftritt nicht unähnlich, wirkt als kommender Verlierer schon sehr viel eleganter als jener Cassis, der sich auf der Siegerspur wähnte.

Das Schweizer Fernsehen macht schon lange mit Brotz keine Punkte mehr beim Publikum. Schaut es doch einmal zu, wie ich am letzten Freitag, greift es anschliessend enttäuscht zum letzten Drink vor Mitternacht.

Wieder eine Nullnummer aus Bern.


Betrogen, wie im Falle von Ringier und Marc Walder, sind Leser und Zuschauer. Sie wollen wissen, was läuft, werden aber abgefertigt mir PR-Talk aller Beteiligten.

Das alles sind Signale einer einst lebendigen Demokratie, wo heute Politiker, Parteien und Medien um die letzten Nahrungsvorräte kämpfen.

Über 12’000 Covid-Tote – und keiner schaut hin

Die Schweiz ist dem Jugend- und Genderwahn verfallen. Wer nicht jung und allen Geschlechter-Varianten gegenüber offen ist, gehört zum alten Eisen.


6.1.2022  Klaus Stöhlker


Die Schweiz ist dem Jugend- und Genderwahn verfallen. Wer nicht jung und allen Geschlechter-Varianten gegenüber offen ist, gehört zum alten Eisen.

Den schlimmsten Satz habe ich oft gehört und gelesen: „Sie wären ohnehin gestorben“. Gemeint sind die über 12’000 Covid-Toten, eine ganze Schweizer Stadt, die seit zwei Jahren ausradiert wurde.


Unglaubliche menschliche Schicksale verbergen sich hinter dieser Zahl. Aber der Bundesrat, Alain Berset allen voran, will nichts davon wissen.

Die Schweiz ist dem Jugend- und Genderwahn verfallen. Wer nicht jung und allen Geschlechter-Varianten gegenüber offen ist, gehört zum alten Eisen.


Der Toten zu gedenken, ist in den Augen der jungen Politiker eine Gewohnheit aus religiösen und militärischen Zeiten. Sie haben es für das Vaterland getan.

Sie leben jetzt im Jenseits, vielleicht auch unter Bäumen oder in den Schweizer Flüssen, welche die Asche in den Rhein gespült haben.


Der Schweizer Staat, Hüter der Schweizer Demokratie, kam bisher gar nicht auf den Gedanken, dieser Toten zu gedenken. Sind sie gerne gestorben?

Ich glaube es nicht. Sie wollten leben, wie jeder Leser dieser Kolumne. Sie hatten Familien, hatten Pläne, aber Covid machte einen Strich durch diese Erwartungen.


Haben 12’000 Menschen, vorwiegend alte, das Recht auf eine Erinnerungstafel, auf eine Verabschiedung durch den Staat? Sind sie nicht im Kampf gegen eine Seuche, eine Epidemie, gefallen?

Wären Sie vielleicht noch unter uns, wenn das Bundesamt für Gesundheit rascher und professioneller gehandelt hätte?

Diesen Fragen will sich niemand stellen.


Vielmehr leben wir im Wahn der Macher. Der politischen Macher, die sich im Kampf gegen Covid aufopfern, wie sie sagen.

Was in den Bundes- und kantonalen Gesundheitsämtern geschieht, ist ein Staatsgeheimnis. Warum sie wie entschieden haben, wollen sie nicht sagen.


Oder doch? „Nach bestem Wissen und Gewissen“, das ist aus Bern und den kantonalen Hauptstädten oft zu hören.

Über 12’000 Opfer unserer Gesundheitspolitik hören diese Verteidigung nicht mehr. Sie würden vielleicht sagen: „Warum habt Ihr uns nicht gerettet?“


Ich bin sicher, wir hätten keine Antwort.

Die Menschen in den Alters- und Pflegeheimen sind während zweier Jahre gestorben wie die Mücken in der Hitze. Haben Sie sich selbst angesteckt, oder waren sie die Opfer von Organisationen, die ihrer Aufgabe nicht gewachsen waren?


Niemand will das wissen, niemand stellt Fragen. Was hätten wir auch davon?

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