SVMMARVM- Kommentare und Berichte

Frauenpower: 

Links macht alles richtig und Bürgerliche machen alles falsch

Aber: Was sucht der Schwarze Block an einer Frauen-Demo?


Ich habe noch nie verstanden, weshalb Frauen für gleiche Leistung weniger verdienen als Männer.

Der Gewerkschaftsbund: Schweizweit «Hunderttausende» Teilnehmende

in Lila soll der zweite Frauenstreik auf die Strasse gebracht haben. Am Freitagabend bis zum Mittag hätten schweizweit gegen 100'000 Personen auf der Strasse und in den Betrieben teilgenommen.

Forderung: Gesellschaftlich, beruflich und privat sollen Frauen gleichgestellt werden. 

Bundesplatz um 15.24 Uhr: nichts geht mehr.

Politiker nutzen die Chance und zeigen sich der Menge…

«Freeze» auf dem Bundesplatz. Gemäss Streikaufruf sollte um 15.24 Uhr jede Frau Feierabend machen, sonst arbeite sie bei einem 100-Prozent-Pensum angesichts der Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau den Rest des Tages gratis. Soweit die Streikenden.

Kantonspolizei Bern:«Einige Demonstrantinnen waren allerdings nicht ganz friedlich gestimmt und griffen Fotografen an. Die Stadtpolizei teilte zudem mit, dass die Blockade die Rettungsfahrzeuge behindere. Schliesslich beendeten die Demonstrantinnen die Blockade und zogen weiter. In Bern wurde eine Frau mit Kot beworfen.»

Die Organisatorinnen gewichteten  den zweiten Frauenstreik 2019, als grösste politische Demonstration der jüngeren Geschichte. Nach ihren Schätzungen dürften sich mehr Frauen beteiligt haben als 1991, wo es eine halbe Million waren. Was mir auffiel waren die vielen jungen Frauen.


Mit dem Kampf gegen Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt argumentierten die Demonstrantinnen und Demonstranten-es waren in Basel sehr viele Männer dabei, was sehr zu begrüssen ist.

In Zürich bei der Hardbrücke wurde die «Klitoris-Wanderung» gestartet. 

Das Ziel der Aktivistinnen ist: Aufklärung ohne Sexismus. In Basel wurde das höchste Haus der Schweiz, der Roche-Turm, mit dem Logo des Streiktages angestrahlt. 


Schwarzer Block in der Front

Was mich besonders störte: Ein Demozug wurde von zum Teil Vermummten angeführt.

Muss man sich vermummen, wenn man sich für berechtigte Forderungen der Frauen einsetzt? Sicher nicht. Antifaschistische Rotfront (AntiFa) macht sich stark für Frauenangelegenheiten? Wohl kaum! Heute für die Frauen, morgen für die Grünen und einen Tag später als Hooligans am Fussballmatch. 

Es sind immer die gleichen «Aktivisten» die immer dort mitmischen, wo es etwas zu holen gibt - Gewalt und der Versuch sich gegen den Staat durchzusetzen. Diese Vermummten würden auch beim IS mitmachen-dort liegt das Problem.

Welche Politiker haben ein Interesse am «Schwarzen Block»? Will man eventuell eine bürgerkriegserfahrene Guerilla-Kraft am Leben erhalten, damit  der Staat gegebenenfalls  im Krisenfall  Schlägertruppen gegen die Bevölkerung einsetzen kann? 

Die Frage steht im Raum. Das Berner Reithallendesaster der sogenannten «Autonomen» ist absolut nicht hinzunehmen! Es handelt sich um Terroristen.


Der 14. Juni ist ein Schlüsseldatum für die Gleichstellung von Mann und Frau in der Schweiz. 

1981 hiess das Volk den entsprechenden Verfassungsartikel gut.


Eine offene Gesellschaft, wie die der Schweiz, schafft es nicht, einen Verfassungsartikel von 1981 (!) bis heute 2019, also 38 Jahre danach, durchzusetzen.Eigentlich peinlich und Ausweis mangelnden sozial-liberalen Bewustseins und Handelns. 

Es braucht somit in unserem Land fast 40 Jahre, um die Selbstverständlichkeit der Gleichstellung von Frau und Mann durchzusetzen!


Es ist unserer bürgerlichen Führung, welche sich ja als „Elite“ fühlt, anzulasten die Umsetzung der Gleichstellung nicht vorangetrieben zu haben.

Anderseits: Wenn zu wenig kompetente Frauen aus Gewerbe, Hochschulen und Universitäten hervorgehen, muss man sich auch die Frage stellen, ob die Schulung unzureichend ist oder ob seitens  der Frauen Mangel an Interesse  an Kaderstellen vorliegt.


Es ist Unsinn, dass Frauen unterdrückt werden. 

Dies funktioniert in einer Gesellschaft wie der schweizerischen nicht. Dass Frauen einfach nicht wahrgenommen werden, liegt vielmehr an ihrer Persönlichkeit. Im Bundeshaus gibt es genug Beispiele von Frauen, die sich durchsetzten: 

Sommaruga, Amherd, Markwalder, Arslan, Fetz, Trede, Munz. Dann die Eliten der frühen Frauenbewegungen: Emilie Liebherr, Christiane Brunner, Lilian Uchterhagen, Marthe Gosteli, Iris von Roten, und viele andere, zeigen deutlich dass es nicht an Kompetenz mangelt. Ich kenne die Damen zum Teil und diese erwecken gar nicht den Eindruck unterdrückter Sklavinnen. Von Schlechterverdienenden kann hier nicht die Rede sein!  Diese Frauen sind Topverdiener!

Dass wir im Verhältnis zum demographischen Fakt von 51% Frauen zu wenig weibliche Führungskräfte haben, ist allerdings keine Frage.


Fest steht,  Frauen haben in der Schweiz gesellschaftlich so viel Freiraum wie Männer. 

Es wird jungen Menschen eingeredet, sie würden unterdrückt und missbraucht. Und wenn Frau sich nicht durchsetzt hilft #metoo und der Griff in den Schritt. Funktioniert garantiert! 

Die von linken Kreisen aufgebaute Kulisse der Diskriminierung und Stigmatisierung der Frau ist menschenfeindliche Propaganda und erzeugt nur Hass und Entsolidarisierung in Gesellschaft und Familie.

Frauen werden nicht unterdrückt! In der Schweiz herrschen keine afghanischen Verhältnisse! Ich habe lange genug in Indien, Afghanistan und Region gelebt, um dies beurteilen zu können.  Die von den Linken geforderte Solidarität bezieht sich nicht auf diese Frauen! Sie schwafeln von einer Gesellschaft die es bei uns schon lange nicht mehr gibt. 

Marx und Engels würden im Grabe rotieren.


Die Demos sollen dezentral organisiert worden sein.

Umwelt-, Fussball- und Frauendemos verkommen zum Event, oft mit Gewalt gegen Unbeteiligte, mit anschliessender Vermüllung der Städte.

Ich beobachtete in letzter Zeit Demos und versuchte die Teilnehmer zu identifizieren.

Die Demos sollen „dezentral“ organisiert worden sein. Das würde bedeuten, strategisch haben Linke und Radikal-Linke nach aussen keine Gemeinsamkeiten. Zumindest geben sie das vor. Bei sozialismus.ch kann man folgen lesen:


[…] 5. Gegen Fremdenfeindlichkeit, Islamfeindlichkeit und Rassismus


Ein grosser Teil der Beschäftigten in der Schweiz sind Immigrant*innen. Besondere Aufmerksamkeit muss den rassistischen sozialen Beziehungen geschenkt werden, in denen sie gefangen sind und die oft die sozialen Beziehungen der Klassen verdecken. Wir lehnen es ab, dass Mitarbeiter*innen aufgrund ihrer Herkunft oder Nationalität konkurrieren müssen. 

Diese Spaltungen zielen darauf ab, gemeinsame Kämpfe zur Selbstverteidigung und zur Eroberung neuer Rechte zu verhindern. Wir fordern, dass Verbrechen im Zusammenhang mit der Diskriminierung aufgrund des Geschlechts als Asylgrund anerkannt werden. Wir fordern sichere Fluchtrouten. Gerade Frauen* sind auf der Flucht besonders gefährdet und häufig sexualisierter Gewalt ausgesetzt. […]


Tönt gut, ist aber reine Kulisse. 

Kein Wort gegen «Anti-Judaismus». Kein Wort gegen «Gewalt gegen Männer».

Ein grosser Teil der Beschäftigten in der Schweiz sind Immigrant*innen, so Sozialismus.ch. 

Nur: wenn es an Bildung fehlt, kann man schlicht keine Gleichheit herstellen. Quoten bei Frauen oder Migranten sind der Tod jeglicher Gleichberechtigung und Gleichstellung! 

Das Gegenteil wird erzeugt. Wer nicht versteht, weiss nicht wo er steht. Erziehung zum Niveau schweizerischen Durchschnitts braucht eine Generation+. Aus einer bildungsfernen Migrantin kann beim besten Wille keine leitende Angestellte werden. Ein bildungsfernes religiöses Umfeld schafft Bildung und Integration überhaupt nicht. Es bilden sich Parallel-Gesellschaften.  

«Wir fordern sichere Fluchtrouten.» ist schon gar kein Rezept,  sondern fördert eine bildungsmässig nach unten nivellierte Gesellschaft. 

Wollen die Sozialisten dass?  Ich unterstelle ihnen diese Absicht. 


Den Frauen hilft das nicht! 

Folge ist die Destabilisierung unserer erfolgreichen Gesellschaft. Die Sozialisten wissen, dass genau so Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und spezifischer Anti-Islamismus entstehen. Aber sie propagieren genau das! Darum unterstelle ich ihnen Absicht. 


Ich zitiere David Friedmann in FaceBook:… 

So, jetzt ist es Zeit für die zweite Stufe vom Frauenstreik, dem Mutterstreik. Mütter sind in der Schweiz mehrfach diskriminiert, zuerst durch die europaweit kürzeste Elternzeit, danach ist die Kindergrippe so teuer, dass es sich nur Gutverdienende leisten können und daneben ist es fast unmöglich, mit Teilzeitpensen Karriere zu machen. Hier gibt es noch einiges zu tun, Mütter dieser Schweiz wehrt Euch! […]


Und die Frauen? Sie werden Mittel zum Zweck, genau sowie die Umwelt/CO2-Diskussion. 

Das Geschäft „Gesundheit, Umwelt, Frauen und Flüchtlinge“ ist Werkzeug, um mittels des erfolglosen Sozialismus, die Gesellschaft zu „egalisieren“.


Zum Glück sind wir nicht alle gleich. Intelligenz und Bildung setzt die Grenzen einer Person. 

«Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.» (Wittgenstein)

Die Vielfalt der Welt, unabdingbare Funktion des Lebens, wollen sozialistische Kleingeister unbedingt einebnen.    


Philosophische Betrachtung 

Die Frau ist in Vielem dem Mann überlegen. Schliesslich kann sie Kinder gebären und erhält das Leben. Die weibliche Genetik ist die Quelle und Resource der ganzen Menschheit. Tröge politische Ideologen können dies nicht einfach mit einer politischen Schlagwortsammlung wegdiskutieren. Biologie ist Fakt und das ist gut so.


Mein Rat: Steuern verweigern. 

So viele Gefängnisse haben wir nicht und so viele Strafmandate kann der Staat nicht ausstellen. Die Frauen sind im Recht, wenn es 40 Jahre dauert bis ein Gesetz umgesetzt wird!


Quellen: https://sozialismus.ch/frauenstreik/

Roland Keller/Herausgeber


Schweiz: 

Der Bundespräsident hat unprofessionelles Team 

- «Nothing for the Publicity»


Der Schweizer Bundespräsident Ueli Maurer gab CNN ein Interview. Leider ein peinlicher Auftritt. 

Man kann Ueli Maurer keinen Vorwurf machen. Irgendwie kann man sich nicht des Gefühls erwehren, dass ihn seine Medienberater ihn nicht nur schlechte berieten, sondern schlicht ins Medienmesser laufen liessen. 

Er machte ja seinen Blitzjob in den USA wahrscheinlich gut - aber sein Team handelte unprofessionell und schädigend.


Er hätte das CNN-Interview unbedingt auf Deutsch halten und simultan übersetzen lassen sollen und zwar durch einen perfekt englisch-deutsch sprechenden Mitarbeiter. 

Es scheint als verfüge das Bundesratsteam über keine Oxford-Cambridge-Sprachabsolventen.

Unser Land darf nicht den Eindruck eines Kabarettistenstadl erwecken. 

Schweizer Unterhändler die nur „Englisch-Federal“ beherrschen – dass kann nur schief laufen. Der Bundespräsident muss nicht perfekt englisch können - aber sein Team unbedingt! Es ist der Job des diplomatischen Dienstes Ueli Maurer anzuweisen wie er vor internationalen Presse und in Live-Interviews agieren muss. 


Anlass für den Blitzbesuch war wohl der USA/Iran-Konflikt und nicht wirtschaftliche Belange. Diese beherrscht das Oekonomenteam der Bundesverwaltung sicher besser. Vielleicht! Vielleicht?

Im Interview blockte der Bundespräsident, wenn es um die US-iranische Krise ging. 

Mehrmals fiel der Satz: er könne nichts über das Gespräch mit Trump sagen.

Auf die Rolle angesprochen, welche die Schweiz im Konflikt einnehmen könnte, sagte er: „Wir haben keine Rolle zu spielen. Die Schweiz ist kein globaler Player.“

Auf die Frage, ob es um den Iran ging: „Das ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.“

Maurer machte also einen Blitzbesuch, dessen Grund eigentlich geheim war. Bereits diese Äusserungen waren verräterisch.

Es ging vor allem um den Iran!

Seit 1980 ist die Schweiz Vermittler zwischen dem Iran und den USA.

Die Iraner baten die Schweiz zu vermitteln, um einen Krieg zu verhindern, den Trump-Berater John R. Bolton, sein Team und Scharfmacherkreise der Kriegswirtschaft unbedingt anzetteln wollen.


Auf die Frage der Moderatorin zum Sinn der Iran-Schweiz-Vermittlungen: 

„Denken Sie, dass das verlorene Jahre sind?“, musste die Moderatorin die Frage wiederholen. Eine Antwort bekam sie nicht. Darauf der Bundespräsident in Fraktal-Englisch „I can nothing say to this issue“.

Ein interessantes Detail: 

Der Bundespräsident flog mit dem neuen Bundesratsjet in die USA. Die Rückreise trat er mit einem Linienflug an. 

Gab es Sicherheitsprobleme?

Die Schweiz, siebtgrösster Direktinvestor in den USA, will die Handelsbeziehungen vertiefen, betonte Maurer. 

Beim Treffen kam auch ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen den beiden Staaten zur Sprache. Präsident Trump äusserte sich positiv zum Anliegen des Bundespräsidenten.

Ein sehr gutes Gespräch in einer „guten Atmosphäre“.

Allerdings: Auch diese Äusserung lässt weitere Fragen offen.

Gotthard Frick, SVMMARVM-Militärexperte 


Schusswaffen 

Die Fakten zur Kenntnis nehmen.


Es tönt so menschlich: Die Unterwerfung der Schweiz unter das EU-Waffenrecht ist laut einer Leserbrief schreibenden Dame in der Basler Zeitung vom 8.05.2019 notwendig, wenn „damit nur ein Leben gerettet werden kann“. 

Warum will die Dame nicht unendlich viel mehr Leben retten und Schwerverletzte verhindern, indem sie sich dafür einsetzt, dass nur noch ein Motorfahrzeug haben darf, wer ein zwingen-des Bedürfnis dafür nachweisen kann? 

Die meisten Menschen haben ein Auto weil es bequem ist, Mobilität und Status verspricht, nicht weil sie es wirklich bräuchten 

(Der Verfasser ist kein Autogegner. Es geht ums Argument).


2016 wurden im Vergleich zu den Schusswaffen durch Verkehrsunfälle in unserem Land 13.5 mal mehr Menschen getötet (216 gegen 16). Ohne Suizide.

122 mal mehr schwer verletzt (3785) und 576 mal mehr insgesamt verletzt (17577 gegen 31).


Aber auch eine strikte Messer- und Muskelkontrolle müsste die Dame fordern. Denn 2018 wurden 199 Tötungsdelikte verübt, davon  5 mal mehr mit Messern und Stichwaffen als mit Schusswaffen  (117 gegen 22). 

Doppelt so viele Tötungsdelikte wurden durch die Anwendung schierer Körperkraft verübt wie durch Schusswaffen (44 gegen 22).


Wie bringen sich die Menschen bei Suiziden um? 

2018 gab es in der Schweiz deren 1016. [1]

Davon erhängten sich 312 (30.7%), 247 brachten sich durch Sturz aus dem Fenster oder Sprung ab anderen hohen Orten um (24.3%). 

212 benützten Schusswaffen (20.%), 

127 vergifteten sich (auch mit Medikamenten). 

39 ertränkten sich und 79 benützten zahlreiche andere verschiedene Methoden. Jeder der sich umbringen will, findet eine Methode.


Noch krasser geht es in Deutschland zu. 

2016 brachten sich dort 9838 Menschen um. 

4321 erhängten sich (44%), 1305 benützten Medikamente, Chemikalien und ähnliches (13.3.%), 981 stürzten sich in die Tiefe, 707 benützten Feuerwaffen (7.2%), 684 liessen sich absichtlich überfahren (Zug, Auto), 537 vergasten sich, benützten giftige Dämpfe, 388 benützten in Messer oder scharfen Gegenstand, 234 ertränkten sich und die übrigen benützten viele anderen Methoden. 

Im schusswaffenlosen und fast so sicheren China wie die Schweiz, springt der grösste Teil der Selbstmörder zum Fenster hinaus. 


Für Amokläufe und Morde werden Autos, Benzin, aber vor allem Messer, Beile, Hämmer, Sägen, Hacken und alles verwendet, was sich dazu eignet.


Die für die Kriminalität und Drogen zuständige UN-Behörde (UNODC) publizierte Berichte über die Waffen und Mordraten in 210 Ländern. [2]


Dieser langen Liste kann man entnehmen, dass die Schweiz zur Gruppe der Länder mit der höchsten Zahl von Schusswaffen auf 100‘000 Einwohner hat, aber mit 0.5/100‘000 bei der Mordrate weltweit zu den sichersten Ländern am Schluss gehört. 

2016 hatten Andorra, Liechtenstein, Monaco, Nauru (12‘000 Einwohner, 21 km2), Vatikanstaat eine Mordrate von Null. 

Aber als 2014 in Liechtenstein einen Mord und Selbstmord mit Schusswaffe hatte, war seine Mordrate plötzlich rund 10 mal höher als die der Schweiz.  Fazit: Menschen töten, nicht Waffen.


Noch ein letztes Wort zur Behauptung, bei einem NEIN würde die Zusammenarbeit im Rahmen des Schengen-Abkommens nicht mehr spielen. 

Sind die Politiker wirklich so uninformiert oder wollen sie uns hereinlegen? Jeder Leser kann selber entscheiden, ob die EU in der nach einem NEIN folgenden 90-tägigen Verhandlungsphase Hand zu einer einvernehmlichen Lösung bieten wird oder nicht:


Güter und Strassenverkehr Schweiz-EU


Detaillierte Berichte mit Zahlen des Bundesamtes für Statistik liegen für 2015 vor. 

So umfasste allein der Transitverkehr durch die Schweiz TÄGLICH 9454 Autos, Reisebusse etc. (ohne Lastwagen).  

Davon zwischen Deutschland und Italien 4616/Tag, Frankreich-Italien 1127/Tag, zwischen anderen Ländern durch die Schweiz  3711/Tag. 

Die Zahl der ausländischen Fahrzeuge, die unsere Grenze überqueren ist noch viel höher. 

Millionen von Menschen aus anderen Ländern benützen zwar unser Land nur für die Durchfahrt, aber Millionen weiterer besuchen die Schweiz als tägliche  Grenzgänger, Geschäftsleute, Touristen etc. 39 Millionen Tonnen Güter überqueren in vielen hunderttausend Lastwagen, davon immer mehr auf der Schiene oder direkt  in Güterwagen die Alpen. 

Die Millionen von ausländischen Flugpassagieren wurden dabei noch gar nicht berücksichtigt. [3]


- Glaubt wirklich irgendein Politiker, die EU werde nicht Hand bieten zu einer einvernehmlichen Lösung dieser Frage, sondern wolle, dass auch ihre Einwohner,  Personen- und Lastwagenfahrer an unserer Grenze endlose Verfahren über sich ergehen lassen müssen, bevor sie durch oder in unser Land fahren dürfen? 


 - Glaubt wirklich irgendein Politiker, dass die EU bei uns,  ideal in der Mitte Europas gelegen, perfekte „Geschäftssitze“ krimineller Banden und von Terroristen entstehen lassen will, weil sie die Zusammenarbeit und den gegenseitigen Informationsaustausch zwischen ihrer und unserer Polizei bei einem NEIN zum Schusswaffengesetz einstellen würde?  


Wir dürfen ruhig NEIN zur Unterwerfung unter die EU stimmen, aber als gleichberechtigter Partner weiter mit ihr zusammenarbeiten, auch im Rahmen von Schengen.


Quellen:  [2] UNODC Statistiken, [1]  [3] Bundesamt für Statistik, Polizeilich registrierte Tötungsdelikte in Deutschland und der Schweiz.

Golfkrise:

War der Angriff auf die Tanker eine „False Flag Action“?


(BLN/SVM)Das Bild, so die Darstellung des US-Zentralkommandos Centcom, soll  Menschen an Bord eines iranischen Schnellboots zeigen, die dabei "beobachtet und aufgenommen" worden seien, wie sie eine nicht explodierte Mine vom Tanker "Kokuka Courageous" entfernten. Laut US-Militär soll es sich um einen Haftminenangriff handeln.


US-Information unglaubwürdig


Was das US-Centcom veröffentlichte, scheint aber sehr unwahrscheinlich. Die Golfregion ist eine der bestüberwachten Regionen überhaupt. Der Golf von Oman ist gespickt mit Marine, Militärbasen und hoch–und weitreichende Radaranlagen, gestützt von Satelliten– und Drohnenüberwachung. 

Alleine, dass die US-Marine und das Überwachungskommando die Aktion beobachteten, zeigt, dass sie bestens informiert waren und jederzeit in der Lage waren, sofort militärisch einzugreifen! 

Für Washington, London und Riad steht der Schuldige fest.

Interessant ist: was macht ein israelisches U-Boot  im Golf? 1)


Alles erinnert an den Tonkin-Zwischenfall. Siehe Memoiren von Ex-US-Kriegsminister Robert McNamara (1995).

In diesen veröffentlichten Pentagon-Papiere (1971) wurde nachgewiesen, dass der „Tonkin-Zwischenfall“ nichts weiter war, als eine vorgetäuschte Aktion, so McNamara in dem Dokument. Der Tonkin-Schwindel der US-Regierung war ein 1963 geplanter Akt zum offiziellen Kriegseintritt gegen Nordvietnam.


Golf von Oman-Aktion


Seine nur zwei Meilen breiten Schifffahrtsrouten sind vollgepackt mit Tankern, die Rohöl aus dem Golf an unerbittlichen Feinden vorbei transportieren: 

dem Iran auf der einen Seite und den Vereinigten Arabischen Emiraten auf der anderen.

Ein tödlicher Schlag von beiden Seiten könnte verheerend sein. Das, so scheint es, ist die Einschätzung der britischen Royal Navy, die 100 Royal Marines entsandt haben soll, um britische Schiffe zu „schützen“, während die Angriffe auf Öltanker eskalieren und die Angst vor einem Krieg mit dem Iran wecken.


Diese Woche gab Amerika Teheran die Schuld für die Angriffe auf zwei Tanker im Golf von Oman, auf den Zugang zu Hormuz. Analysten und Diplomaten befürchten einen Zyklus von Gewalt, der schwer zu stoppen sein wird.


Marines Commando 42, Bickleigh Barracks, in der Nähe von Plymouth  sollen eine schnelle Eingreiftruppe bilden, die als „Special Purpose Task Group 19“ bezeichnet wird. Kommandant ist  Captain-General, Royal Marines, HRH Prinz Harry, The Duke of Sussex. 

Sie wird von Marineschiffen aus operieren, die die Region von der britischen 40 Millionen Pfund teueren Marinebasis in Bahrain aus patrouillieren, die im vergangenen Jahr eröffnet wurde. 

Die Arbeitsgruppe wird Schiffe der Royal Navy und britische Handelsschiffe vor Kleinfahrzeugen, Minen und Anti-Schiffs-Raketen schützen.


Jeder Brand in diesem Gewässer, so begrenzt er auch sein mag, könnte hohe Kosten verursachen und würde die maritime Umwelt vernichten. 

Ein Drittel der weltweiten Rohöltransporte geht durch die Meerenge, die einst als Piratenküste bekannt war, wo lokale Räuber im 18. und 19. Jahrhundert Schiffe der Royal Navy angriffen.

Ein Schlüsselmoment in der aktuellen Krise kam, als Amerika ein Video veröffentlichte, das Iraner zu zeigen scheint, wie sie eine Haftmine aus einem der beschädigten Tanker entfernen. 


Aber viele Fragen bleiben offen. 


Der Betreiber eines der Tanker sagte, er sei von einem "fliegenden Objekt" getroffen worden, anstatt auf eine Mine zu treffen.

Hinter der Konfrontation stehen der Rückzug Amerikas aus dem Atomabkommen 2015 mit dem Iran und eine Verlängerung der Sanktionen, die die iranische Wirtschaft treffen, was zu Forderungen in Teheran nach Vergeltungsmaßnahmen führt.

Diplomaten, die sich für die Rettung des Atomabkommens einsetzen, haben gesagt, dass Teheran versucht, Amerika und seinen Verbündeten zu zeigen, dass es nicht in die Enge getrieben werden kann - und eine eigene "Maximaldruck"-Kampagne starten kann. 


Die VAE und Saudi-Arabien, zwei der heftigsten Feinde des Iran, haben versucht, die Eskalation zu stoppen.

Am Freitag sagte der britische Außenminister Jeremy Hunt,  es sei eine Annahme, dass die Einschätzung des US-Geheimdienstes,  der Iran stünde hinter den Tankerangriffen vom Donnerstag im Golf stecke, "richtig" sei. Großbritannien würde seine eigenen Untersuchungen durchführen.


Eine hochrangige militärische Quelle in London war ebenfalls vorsichtig und sagte der Sunday Times, dass die vollständigen Fakten des Vorfalls vom Donnerstag "bei weitem nicht verfügbar" seien.

Es war eine Herausforderung herauszufinden, was mit den beiden Tankern passiert war, da niemand von der US-amerikanischen oder britischen Marine an Bord gehen konnte, sagte die Quelle.


Es wird erwartet, dass sich das Sicherheitskomitee von Whitehall's Cobra morgen treffen wird, um über die Krise und den Plan zur Entsendung der Marines zu informieren.

Militärische Quellen sagten, dass die Marines von Bahrain aus auf dem Hilfsschiff der Königlichen Flotte „Cardigan Bay“ an Bord gehen würden, das über ein großes amphibisches Dock verfügt, um Landungs- und Schnellboote und ein Hubschrauberdeck zu starten.

Marinekommandanten wollen, dass die Marines die Fähigkeit der Marine verbessern, die kleinen Boote zu erkennen und zu bekämpfen, mit denen die Iraner die Tanker angreifen sollen.

Eine militärische Quelle sagte, dass Marines mit Maschinengewehren auf dem Deck von Kriegsschiffen oder Handelsschiffen wahrscheinlich alle iranischen Schnellboote, die versuchen, sich an sie heranzuschleichen, abwehren würden.

Neben der „Cardigan Bay“ verfügt Großbritannien auch über die „HMS Montrose“, eine Fregatte vom Typ 23 und vier Minenräumer im Golf. 

Etwa 500 britische Militärangehörige, einschließlich der Besatzung dieser Schiffe, arbeiten auf der britischen Basis in Bahrain.

Die Royal Navy plant seit mehreren Wochen die Mission „force protection“ wegen der zunehmenden Spannungen mit dem Iran.

Die Mission wurde jedoch nicht offiziell angekündigt, da das Verteidigungsministerium eine Eskalation  vermeiden will. 

Das Ministerium verweigert eine Stellungnahme.


Alles macht jedoch den Eindruck, dass eine Spezialeinheit, ein iranisches Schnellboot enterte, um es anschliessend zu einer 

„False Flag Action“ gegen Tanker im Golf einzusetzen.


1) Dolphin-II-Klasse, das in Deutschland von „ThyssenKrupp Marine Systems“ in Kiel gebaut wurde. Es handelt sich vermutlich die RAHAV (Delfin)

(Quelle: diverse und BLN. Bild: us_ministry of defence )

© Foto: U.S. Air Force photo by Bobbi Zapka


AKTUELL:

ABSCHUSS EINER US-DROHNE

Der Abschuss der Langstrecken-Drohne zeigt deutlich wie dicht das Überwachungsnetz der US-Streitkräfte und damit auch der NATO ist.

Die Amerikaner dementieren den möglichen Abschuss. Es habe zu dem Zeitpunkt gar keine US-Drohnen über dem iranischen Territorium gegeben, so das CENTCOM.

Erinnerung an die Golfkrieginszenierung

Von Roland Keller


Der Angriff in der Nähe der Straße von Hormuz im Golf von Oman auf den Tanker «Kokuka Courageous», erbaut 2010 1), könnte strategisch eine gelungene Aktion eingestuft werden. Der Tanker - ist im Besitz von Japan.


Der japanische Tanker, soll Erdölprodukte von Singapur und Thailand geladen haben.

Nach der Eintauchtiefe zu urteilen schien der Tanker nicht voll oder gar nicht beladen zu sein. In einer Mitteilung der deutschen «Bernhard Schulte Shipmanagement»(BSM) heisst es, der mit Methanol beladene Tanker «Kokuka Courageous» sei beschädigt und ein Besatzungsmitglied leicht verletzt worden.

Wenn dies der Fall ist und der Tanker wäre mit Methanol beladen gewesen, wäre der Tanker in einer gigantischen Explosion explodiert.

Der schwarze Rauch könnte darauf hinweisen, dass es ein Schweröltank getroffen wurde.

Das Schiff wäre auch in unbeladenem Zustand auf Grund der Tankgasbildung sehr gefährlich gewesen.


Kurz vor dem Angriff soll die Mannschaft „fliegende Objekte" gesehen haben, was Indiz sein könnte, dass der Tanker nicht durch Minen beschädigt wurde.

Eine Sprengladung soll wurde in der Nähe des Maschinenraums gezündet worden sein, eine weitere an der Steuerbordseite.


Der amerikanische Aussenminister Mike Pompeo in Washington: «Es handelte sich um eine nicht hinnehmbare Eskalation der Spannung durch den Iran».

Aber der Iran hätte auch im Zuge der harten amerikanischen Sanktionen keinen Grund, Attentate auf Schiffe zu verüben. Es wäre auch zum Schaden des Irans.


Einen Punkt im Machtspiel gegen die USA hätten die Iraner: Wenn sie über hocheffektive Waffen verfügen, um in einem Kriegsfall zu ihren Gunsten entscheiden könnten.

Centcom US-Zentralkommando, das die amerikanischen Truppen im Nahen Osten führt, teilte mit, das Video zeige, wie ein Boot der Revolutionsgarden auf den Tanker «Kokuka Courageous» zufahre. Die Personen an Bord des iranischen Schnellbootes vom Typ «Gaschti» seien dabei «beobachtet und aufgenommen» worden, wie sie eine nicht explodierte Haftmine wieder vom Schiffskörper entfernten.

Die berühmten verschwommenen Videobilder sind nun einfach kein Beweis.

Der Schnellboottyp «Gaschti» und ähnliche Boote werden in der Ausführung mit 4 Motoren auch von Transportfirmen benutzt, die von Dubai und anderen Häfen aus den Iran mit Gütern versorgen.


1)

https://www.marinetraffic.com/en/ais/details/ships/shipid:5502927/mmsi:371880000/imo:9568495/vessel:KOKUKA_COURAGEOUS

Kommentar Roland Keller/Herausgeber

Abstimmungen vom 19. Mai 2019

EU-Waffenrichtlinie: Kniefall vor der EU


Es ist angerichtet. Die Befürworter der EU-Waffenrichtlinie haben mit  63.7 % gewonnen. Dies ist zu respektieren.

Aber es ist zu betonen: Die Befürworter haben mit falschen Argumenten gewonnen.


Tschechien hat ein ebenso liberales Waffenrecht und liess sich von der EU nichts vorschreiben - sie sind noch immer in der EU.  

Es trifft nicht zu, dass die Schweiz bei der Ablehnung der Waffenrichtlinien aus dem Schengenvertrag ausgeschlossen worden wären. Dafür ist die Schweiz ein zu wichtiges Durchgangsland in Europa und zudem hätte sich die EU selbst geschadet.

Gotthard Frick schreibt:

[…] Davon zwischen Deutschland und Italien 4616 pro Tag, Frankreich-Italien 1127 proTag, zwischen anderen Ländern durch die Schweiz  3711 pro Tag.Die Zahl der ausländischen Fahrzeuge, die unsere Grenze überqueren ist noch viel höher.

Millionen von Menschen aus anderen Ländern benützen zwar unser Land nur für die Durchfahrt, aber weitere Millionen  besuchen die Schweiz als tägliche  Grenzgänger, Geschäftsleute, Touristen etc. 39 Millionen Tonnen Güter überqueren in vielen hunderttausend Lastwagen, davon immer mehr auf der Schiene oder direkt  in Güterwagen die Alpen.

Die Millionen von ausländischen Flugpassagieren wurden dabei noch gar nicht berücksichtigt. [Daten Bundesamt Verkehr]


Ein weiteres Argument: Selbstmorde. 

Wer sich umbringen will, tut dies auch ohne Waffe. Er springt vor einen Zug, springt von der Balustrade des Basler Münsters oder der Pfalz. 

Alkohol und Tabletten wäre da die sanftere Variante.


Das absolute Totschlagargument für die Abstimmungsvorlage war wie immer: Arbeitsplätze, Jobverlust und Handelssperre.

Das ist schlichter Unsinn-hat aber nachhaltig gewirkt.


Dass wir um die 60 Milliarden CHF mit der EU Handel treiben, kann nicht einfach aufgegeben werden. 

Dazu sind die EU und die Schweiz zu dicht vernetzt.


Es ging den Gegnern darum, Kontrolle über die Bürger zu bekommen. 

Im Bürgerkriegsfall, also bei Unruhen wo sich der Bürger selbst verteidigen muss, wird ihm das verunmöglicht, zumal auch die Schweizer Armee seit einiger Zeit auf allen Ebenen reduziert wird.

Sollte den politischen  Kontrollfreaks die traditionelle Milizbewaffnung der Schweizer unsicherer sein, als deren Entwaffnung? Soll  der Bürger  sich  nicht wehren dürfen und können? Soll er einfach konsumieren und Steuern bezahlen?

Die Annahme der EU Waffenrichtlinien, brachte die Schweizer einen Schritt näher in die EU und unter ihre Herrschaft über die Schweiz. Weitere EU-Richtlinien sind vorhersagbar.

Als nächstes folgen wohl: Messer, Gabeln, das berühmte multifunktionale Schweizer Militärmesser, Küchenmesser ab 5cm Länge, Hämmer und andere Werkzeuge. Waffenschein für Kreissägen. Es ist nur noch lächerlich.


Dabei ist zu bemerken: Waffen im Mittelalter bis in die frühe Neuzeit waren: Hämmer, Heugabeln, Hacken und Äxte.

Der EU wird schon etwas neues einfallen um „Kontrolle“ über die Bürger zu erlangen. 

Es ist lächerlich und gefährlich zugleich. Wer sich nicht wehren kann, hat verloren. 


Und wir verlieren unsere Souveränität – in kleinen Schritten.  

Es sollte nicht übersehen werden, dass die, wie Deutschlandradio verkürzt mitteilte, 2 Millionen Waffen in Schweizer Privathänden, nicht etwa  wie in den USA von häufig wild um sich schiessenden Leuten gehalten werden, sondern das Ergebnis eines demokratischen Milizsystems sind. 

Dieses erlabt es dem Schweizer Bürger, seine Dienstwaffe zuhause aufzubewahren und zwar gut gesichert. 

Ob profitorientierte Privatarmeen da sinnvoller sind, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden. Und ob diese besser gegen bewaffnete, 

organisierte und kampferprobte Fremdkämpfer mit der gleichen Motivation und einer Einsatzgeschwindigkeit von weniger als 24 Stunden vorgehen, ist höchst unwahrscheinlich.

Gotthard Frick 

Business administrator & economist, Dipl.“Sciences Po” & Sorbonne, Paris.






Aktuell: Zündschnur Südchinesisches Meer


Schon in der No.06/2012, dann nochmals in der No.8/2015 wies der Verfasser in der ASMZ auf den Spannungsherd Südchinesisches Meer hin. Auf Grund von rund 2000 Jahren zurückliegender Verhältnisse – z.B. chinesische Fischer hätten damals dort gefischt - behauptet China, es gehöre zu seinem Territorium. 

Dabei könnte z.B. Präsident Trump vor der UNO fordern, China müsse wieder der Mongolei angeschlossen werden, da es von ca. 1272-1369 Teil des Mongolischen Reiches war. Italien könnte fordern, alle Staaten, die vor ebenfalls rund 2000 Jahren zum Römischen Reich gehörten, müssten Italien angeschlossen werden. Allerdings kann man China daraus keinen Vorwurf machen. Wie alle Mächte, am rücksichtslosesten die USA, versucht es seine Interessen durchzusetzen. Zudem sind die Ansprüche verschiedenster Anrainer, nicht nur Chinas, im südchinesischen Meer komplizierter, als es in einem kurzen Artikel dargestellt werden kann.


So absurd derart weit zurückreichende Forderungen sein mögen, die Spannungen nehmen zu, da China sich darauf vorbereitet, seinen Anspruch militärisch durchzusetzen. Da die USA im Pazifik die führende Mach bleiben wollen, tun sie es ebenfalls.  China hat dort auf mehreren Inselchen Landebahnen für seine Luftwaffe, Anlagen für die Flotte und Waffen gegen Flieger und Schiffe installiert. Gegen die US Flugzeugträger hat es Mittelstreckenraketen entwickelt, die die US Flotte selber „Carrier Killers“ nennt. Bei jeder Durchfahrt westlicher Kriegsschiffe oder bei Flügen westlicher Kampfflugzeuge über die Meeresstrasse protestiert China jeweils heftig gegen die „Verletzung seiner Souveränität“. Wie in dieser Zeitschrift vom Verfasser schon mitgeteilt, forderte China‘s Präsident Xi Jinping bei seinem Besuch bei den Truppen am Südchinesischen Meer vom Ende Oktober 2018, nicht nur die Kriegsvorbereitungen zu intensivieren, sondern ausdrücklich auch, gegen die Inanspruchnahme der „Freiheit der Meere“ durch die von ihm namentlich genannten Westmächte energischer vorzugehen. Schon vor einigen Jahren konnte man in der chinesischen Presse lesen, dass die USA nicht im Glauben gelassen werden dürften, sie könnten einen regionalen Konflikt mit dem Einsatz taktischer Atomwaffen für sich entscheiden. In diesem Falls werde China sein gesamtes Arsenal U-boot- und landgestützer Atomwaffen gegen die Kernlande der USA einsetzen. Später konnte man noch einen chinesischen Artikel sehen – ob echt, konnte nicht festgestellt werden – dem zwei Karten angefügt waren. Die eine zeigte die Westküste der USA mit grossen schwarzen Kreisen über den grossen Bevölkerungszentren – Wasserbombeneinschläge – die andere zeigte, wie die dadurch ausgelöste radioaktive Wolke über die USA zog.


Am 29. April 2019 hielt Admiral John M. Richardson, Chief of Naval Operations der US Flotte an einem Anlass in Washington D.C. eine Rede, in der auf die Bedeutung des Südchinesischen Meeres als wichtigster Wasserstrasse für den Welthandel und die US Wirtschaft hinwies. 

(Bisher wurde diese von keinem Anrainer, auch von China nicht, behindert.) Aber es ist aus Sicht der USA verständlich, dass sie das Risiko nicht annehmen können, dass China diese Wasserstrasse im Falle einer akuten Krise oder eines militärischen Konfliktes sperren kann. 

In seiner Konkurrenz mit China um die Beherrschung des Pazifik bereiten die USA aber selbstverständlich militärische Massnamen vor, um China in einem solchen Fall die Benützung des Südchinesischen Meeres zu verwehren. 


So sagte der Admiral, die US Flotte sei weltweit präsent, um zur wirtschaftlichen Dimension nationaler Macht beizutragen. Nachdem er die von der USA der Welt präsentierten Werte „Leben, Freiheit und die Verfolgung des Glücks“ in Erinnerung gerufen hatte, fügte er an, dass die Menschen der US Flotte verstünden, „Teil der militärischen Dimension der Macht, aber auch der diplomatischen und wirtschaftlichen im Dienste dieser Werte zu sein“. 


Dann wurde in der Debatte gesagt: „Die Nationale Sicherheitsstrategie (der USA, der Verf.), die Nationale Verteidigungsstrategie redeten über die Rückkehr zum Konflikt der grossen Mächte. In mancher Beziehung sei es eine Rückkehr zu den Ansichten des 19. Jahrhunderts. Wir sind zurück beim Konflikt unter Nationen.“  Der  Admiral bemerkte dazu, dass er in seinen Gesprächen mit seinen chinesischen Kollegen diskutiere, wie sie die teilweise sehr grossen Gegensätze lösen könnten. Wie sie das lösten, hoffentlich friedlich, sei für die ganze Welt von grösster Bedeutung. 


Dabei müssten die USA alles unternehmen, um von einer Position der Stärke aus die Schritte zur Entspannung vorzugeben, die die anderen dann anzunehmen hätten. 

Das Risiko einer kleinen Fehlinterpretation, eines Fehler müsse reduziert werden. Solche hätten sehr schnell strategische Konsequenzen. 


Später rief er dazu auf, die USA und China sollten sich nicht als Feinde sehen. „Last uns friedlich durch das Südchinesische Meer fahren“. Am Schluss wies er nochmals auf die enorme wirtschaftliche Bedeutung dieser Wasserstrasse und der Taiwan-Strasse auch für die USA hin und betonte, die USA würden die „Freiheit der Meere“ weiterhin aufrechterhalten. 


Die Philippinen haben das internationale Schiedsgericht in Den Haag angerufen, dass entschieden hat, dass Chinas Anspruch auf das Südchinesische Meer nicht berechtigt sei. Aber China hat von Anfang an gesagt, dessen Entscheidung nicht anzuerkennen. Die Frage ist offen, ob dieses Schiedsgericht überhaupt befugt ist, einen solchen Entscheid zu fällen.

Es ist offensichtlich, dass in dieser Weltgegend schon bald ein grosser Krieg beginnen kann – je nachdem, was die Führung Chinas oder der USA entscheiden.


Der Admiral sprach dann noch ausführlich über die neuen Waffen (z.B. Strahlenwaffen), den Weltraum, die immer zugänglicher werdenden tiefsten Meerestiefen. Aber das gäbe einen weiteren Artikel.

Alle Rechte vorbehalten©BLN-basler-liberale-nachrichten-SVMMARVM 2019

OK

Diese Website verwendet Cookies. Bitte lesen Sie unsere Datenschutzerklärung für Details.